Von der See zurück zu den Wurzeln im Teufelsmoor

Ich hätte nicht gedacht, dass ich diesen Schritt jemals tun würde. Auch meine Geschwister haben abertausende bunte Bilder im Kopf, wenn sie an unsere gemeinsame Kindheit im Künstlerdorf denken.
Jetzt zurückzukehren – vielleich nur auf Zeit – hat jedoch nichts Sentimentales oder Rückwärtsgewandtes für mich. Wir kennen doch den Ort, seine Magie, seine Färbung, sein Künstler-Flair,
seine Rolle als Tourismus Hotspot und auch die dunkleren Seiten.
Die Rückkehr nach W. ist eher pragmatischer Natur. Vater Pit Morell ist nach dem Tod unserer Mutter Rosmarie nicht mehr so präsent, ist
auf den Rollstuhl angewiesen, immerhin ist er nun 87. Nach einem Demenz-Schub braucht er nun Unterstützung. Wir Geschwister leben verstreut in D., Bruder Albert kümmerte sich gerade um Pit, ich
komme nun dazu. Es geht auch darum, das Oevre grundlegend zu ordnen. Ab dem 3. Juni ist Worpsweder Suppen also geöffnet, in der Bergstraße "mittenmang". Ich freue mich und hoffe, dass mich der
Ort willkommen heisst und ich Worpswede etwas zurückgeben kann. Mutter Rosmarie, Gott habe sie selig, hätte wohl gemeint: "Ins Dorf zurück? Witzig. Ich wär' aber am Meer geblieben". Sie liebte
die Insel. 1957 hatte sie sich in einen Rettungsschwimmer verliebt, so die Erzählung. Die letzten Aufenthalte auf der Insel waren schön und dennoch anstrengend für sie. Nun schaut sie uns von
oben zu beim geschäftigen Treiben.
Vaters Website im Internet
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