Und trotzdem bleibt (fast) alles gleich. Ein Nachfolger ist gefunden und es gibt einen schönen Übergang.
Ich habe eine weniger gute Nachricht und zwei richtig gute. Die erste zuerst: Zum Donnerstag den 28. Mai öffne ich meinen Suppenwagen zum letzten Mal persönlich. Ich verlasse danach die Insel und
ziehe in meine alte Heimat, dem Künstlerort Worpswede, zurück. Ein professioneller Nachfolger ist gefunden, da bin ich froh. Diesen Schritt zurück in die Heimat hätte ich vor einiger Zeit kaum
für denkbar gehalten. Dabei war seit Beginn klar, ich mache das mit der Suppe nicht ewig. Jetzt ist die Zeit dafür gekommen. Warum Worpswede und was wird mit dem Suppenwagen und dem Garten?
Familiäre Gründe gaben den Impuls. Mein Bruder Albert und ich kümmern uns gemeinsam um unseren Vater Pit. Er ist 87 Jahre und es ist sein letzter Lebensabschnitt. Mutter starb im Winter. Er ist jetzt stabil und es geht ihm gerade
recht gut.
Eine gute Nachricht für den Suppenwagen: Aus SYLTER SUPPEN wird WORPSWEDER SUPPEN, mit kleinerem Teardrop Suppenwagen, der steht kommende Woche mitten im Künstlerort. So einfach ist das. Mit Kartoffeln, Möhren & Co aus dem Teufelsmoor. Und mit Meersalz von Sylt – Ehrensache. Der historische Suppenwagen bleibt am Platz in List auf Sylt. An der Website www.worpsweder-suppen.de baue ich noch, inzwischen ist sie wohl online. Die Rezepte können weiterhin auf der alten Website eingesehen werden. Neue Nutzer holen sich ihr Passwort auf der neuen Worpsweder Seite, hier gelten auch die alten Passwörter von Sylt noch. Auch den Worpsweder Suppen Newsletter kann man dort bereits abonnieren.
Die zweite gute Nachricht: Nachfolger ist Martin, den einige noch erinnern als Betreiber des Strandbistro nah der Nordseeklinik, damals Strandhaus, später Marinara Beach Club und heute Pius on
the beach. Er startet jetzt nach einer Pause mit Freude durch, wir haben schon eine Woche gemeinsam gekocht und Suppe ausgegeben. Das klappte ganz prima, er ist ein feiner Kerl, Martin ist
Profi-Koch und möchte den Wagen wie bisher weiterführen. Es wird auch Neues geben, was mich freut. Er hat nicht vor, anzubauen oder das Geschäft sonstwie zu vergrößern. Weiterhin gibt es wie
gewohnt Veganes ab 12, solange der Vorrat reicht. Jedoch mehr offene Tage – auch im Winter ist natürlich geöffnet. Darüber freuen sich auch alle Anbieter bei uns im Lister Dünenhof. Die Gäste
schätzen Qualität, menschliche Echtheit, Kontinuität und Weiterentwicklung.
Ich gehe voller Dankbarkeit und mit schönen Erinnerungen von der Insel. Mein Dank geht an die vielen interessanten, gut gelaunten und treuen Gäste, die echten Suppen-Liebhaber und an die tollen
Geschwister Mylin, die gleich an meine Idee geglaubt haben, mir stets vertrauten und mir den Start hier besonders leicht machten. Ich verlasse die Insel zu einem Zeitpunkt, wo alles bestens läuft
und es kaum noch besser gehen kann. Wenn’s am schönsten ist, dann soll man gehen, heisst es, oder? Ganz so einfach ist es nicht für mich. Wir haben vereinbart, dass wir Aktionen gemeinsam machen,
etwa Gastkochen, Martin in Worpswede, ich in List.
Kommt zum Donnerstag, den 28. Mai noch mal zur Abschieds-Suppe, es gibt ab 15 Uhr bis 19 Uhr auch Bier und mediterrane Kleinigkeiten. Solange der
Vorrat reicht.
Kommentar schreiben